Aufnahmekriterien
Voraussetzungen für die Teilnahme an Gastro for FutureSo funktioniert die Aufnahme
Für die Teilnahme an Gastro for Future müssen gastronomische Betriebe mindestens 6 von 12 Aufnahmekriterien erfüllen. Im Rahmen des Aufnahmeverfahrens machen sie Angaben zu ihrem Nachhaltigkeits-Engagement und reichen, soweit erforderlich, geeignete Nachweise ein.
Greentable prüft die Angaben auf Vollständigkeit und Plausibilität. Die Teilnahme ist keine unabhängige Zertifizierung, sondern basiert auf verbindlichen Teilnahmebedingungen, Selbstauskünften und Nachweisen der Betriebe.

Die 12 Aufnahmekriterien
1. Vegetarische und vegane Angebote
Der Betrieb bietet eine angemessene Auswahl vegetarischer Gerichte an. Mindestens ein Hauptgericht ist vegan. In Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung steht regelmäßig eine vegetarische und vegane Alternative zur Verfügung.
2. Regionale und saisonale Produkte
Der Betrieb verwendet in relevantem Umfang saisonale oder regional erzeugte Lebensmittel und passt sein Angebot nach Möglichkeit an die Jahreszeiten an.
3. Leitungswasser als Alternative zu Mineralwasser
Gäste können Leitungswasser als Alternative zu abgefülltem Mineralwasser bestellen, gegebenenfalls gegen eine angemessene Gebühr.
4. Bio-Produkte
Bio-Lebensmittel sind ein erkennbarer Bestandteil des Angebots. Macht der Betrieb mit Bio-Produkten Werbung oder kennzeichnet er diese, muss eine gültige Bio-Zertifizierung nachgewiesen werden.
5. Frische und gering verarbeitete Lebensmittel
Der Betrieb bereitet einen wesentlichen Teil seiner Speisen frisch zu und reduziert den Einsatz hochverarbeiteter Convenience-Produkte.
6. Fair gehandelte Produkte
Der Betrieb setzt regelmäßig fair gehandelte Produkte ein und achtet bei ausgewählten Waren auf nachvollziehbare soziale Standards in der Lieferkette.
7. Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung
Der Betrieb setzt mehrere konkrete Maßnahmen um, um Lebensmittelverluste und Speiseabfälle zu reduzieren.
8. Information zu nachhaltigen Maßnahmen im Betrieb
Der Betrieb informiert Gäste und Mitarbeitende verständlich und nachvollziehbar über sein Nachhaltigkeits-Engagement.
9. Herkunftsangaben zu Produkten
Bei wichtigen eingesetzten Produkten informiert der Betrieb über Herkunft, Erzeuger oder Lieferanten.
10. Strom aus erneuerbaren Energien
Der Betrieb bezieht Strom aus erneuerbaren Energien. Wird dieses Kriterium angegeben, ist ein geeigneter Nachweis erforderlich.
11. Faire Arbeitsbedingungen und Mitarbeiterentwicklung
Der Betrieb sorgt für faire Arbeitsbedingungen, transparente Regelungen und Möglichkeiten zur Weiterbildung und Mitgestaltung.
12. Ressourcenschonende Betriebsprozesse
Der Betrieb setzt mehrere konkrete Maßnahmen zum Schutz von Klima und Ressourcen um, zum Beispiel in den Bereichen Energie, Wasser, Reinigung, Mobilität, Verpackung oder Küchentechnik.
Nachweise und Plausibilitätsprüfung
Nicht jedes Kriterium erfordert automatisch einen formalen Nachweis. Bei bestimmten Angaben, insbesondere zu Bio-Produkten und Strom aus erneuerbaren Energien, müssen geeignete Unterlagen eingereicht werden.
Greentable prüft die Angaben und Nachweise im Rahmen einer Plausibilitätsprüfung. Bei Rückfragen nimmt Greentable Kontakt mit dem Betrieb auf.
Regelmäßige Aktualisierung
Die Angaben zum Nachhaltigkeits-Engagement werden regelmäßig aktualisiert. So bleiben die veröffentlichten Informationen nachvollziehbar und möglichst aktuell.
Nachweise und Plausibilitätsprüfung
Die Aufnahmekriterien bestimmen, welche Voraussetzungen ein Betrieb für die Teilnahme erfüllt. Die 12 Ziele für eine nachhaltige Gastronomie geben darüber hinaus Orientierung für die langfristige Weiterentwicklung.