Lebensmittelverschwendung: Neue Website liefert praxistaugliche Hilfen

25.11.2016 | Beispielhaft, Gut zu wissen

Weniger Lebensmittel wegzuwerfen bedeutet im Gastgewerbe: Bares Geld sparen! Häufig fehlen aber insbesondere kleinen und mittleren Betrieben die Ressourcen, etwas gegen Lebensmittelverschwendung zu tun. Unter www.lebensmitttel-abfall-vermeiden.de finden Gastronomen und Gemeinschaftsverpfleger nun erprobte und praxistaugliche Hilfen.

Die neue Internetplattform „LAV – Lebensmittel Abfall Vermeiden“ bietet ihnen nun praxisnahe Hilfen in Form von kostenlosen und frei zugänglichen Instrumenten. Dabei handelt es sich etwa um Checklisten, Kurzfilme zum Sensibilisieren der Mitarbeiter, Tipps zur Lagerung von Speiseresten sowie Beispiele von Restaurants, die bereits Schritte umgesetzt haben.

Checklisten Lebensmittelverschwendung LAV: Viele hilfreiche Toolkits, Checklisten und Tipps zur Abfallvermeidung

Die Plattform wurde im Rahmen des Forschungsprojekts „Verluste in der Lebensmittelbranche vermeiden: Forschungstransfer in die KMU-Praxis“ vom Institut für Nachhaltige Ernährung (iSuN) der FH Münster entwickelt. Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die praxistaugliche Übertragung von Know-how in die Unternehmen. Deshalb wurden auch Betriebe der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung bei der Entwicklung einbezogen.

Mehr als 500 internationale Instrumente wurden recherchiert, bewertet und übersetzt. Die praxistauglichsten Lösungen haben die iSuN-Wissenschaftler nach verschiedenen Branchen und Handlungsfeldern systematisiert bereitgestellt. Eine Plattform, die spezifische Instrumente für diese Anwendergruppen und Themenschwerpunkte auf einer Website bündelt, hat es bisher noch nicht gegeben. „Das wollten wir ändern. LAV soll Betriebe des Gastgewerbes und andere dabei unterstützen, eigenständig ein passendes Konzept zu entwickeln, um Lebensmittelverluste zu reduzieren“, so Linda Niepagenkemper, die das Forschungsprojekt koordiniert. Fragen und Anregungen nimmt sie unter der E-Mail-Adresse info@lebensmittel-abfall-vermeiden.de entgegen.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Forschungsprojekt, das noch bis Februar 2017 läuft.

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